Was kostet ein Solar-Lead? Echte Zahlen aus 6 Wochen Kampagne
22. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit
Über Lead-Preise wird viel geredet und wenig gezeigt. Benchmarks, Erfahrungswerte, Hörensagen. Wir machen es anders und legen echte Zahlen auf den Tisch: sechs Wochen Kampagne für einen Solarbetrieb in Wien und Niederösterreich, Google und Meta parallel, jede Zahl aus dem Werbekonto.
Die Rahmendaten
Der Betrieb ist OH Voltaik, ein Photovoltaik-Unternehmen aus Wien, dessen Marketing wir seit mehr als zwei Jahren verantworten. Der dokumentierte Zeitraum läuft von Anfang März bis Mitte April 2026. In diesen sechs Wochen sind über Google Ads rund 4.900 Euro geflossen und daraus wurden 83 qualifizierte Anfragen. Parallel lief Meta mit eigenem Budget.
Wichtig fürs Einordnen: Der Betrieb musste zeitweise bremsen, weil das Team mit den Anfragen am Kapazitätslimit war. Die Zahlen unten sind also kein Ausreißer nach oben, eher das Gegenteil.
Google Ads: von 52 auf 15,81 Euro in einer Woche
Im März lag der Preis pro Anfrage über unsere Suchkampagnen ohne Markenbegriffe bei 52 Euro. Für qualifizierte Solar-Anfragen ist das ein völlig normaler Wert. Trotzdem steckte Luft drin: Anfang April haben wir 54 negative Suchbegriffe eingespielt, also Suchanfragen ausgeschlossen, die Klicks kosten und nie zu Kunden werden: Jobsuchen, Bastler, Mieter ohne eigenes Dach. Eine Woche später stand dieselbe Kampagne bei 15,81 Euro pro Anfrage. Gleiche Anzeigen, gleiche Qualität der Anfragen, nur ohne die Klicks, die nichts bringen.
Ehrlich gehört dazu: Nicht alles hat funktioniert. Eine Video-Kampagne im gleichen Konto lieferte Anfragen zu 55 Euro und rutschte in einer schwachen Woche auf einen einzelnen Lead ab. Sowas passiert. Der Unterschied liegt darin, ob es jemand merkt und abdreht, oder ob das Budget still weiterläuft.
Meta: 8,95 Euro am besten Tag, 52 Euro am schlechtesten
Meta liefert Solar-Anfragen günstiger als Google, dafür schwankt es stärker. Der beste dokumentierte Tag brachte 13 Anfragen zu je 8,95 Euro. Ein anderer guter Mittwoch: 12 Anfragen zu 10,07 Euro. An normalen Werktagen pendelte sich der Preis um die 13 Euro ein.
Dieselbe Kampagne kostete am Sonntag aber 52,24 Euro pro Anfrage und am Montag 43,59 Euro. Wochentag und Anzeigenmüdigkeit machen bei Meta den Unterschied zwischen günstig und teuer. Als die Anzeigen nach zwei Wochen müde wurden, hat ein Austausch der Creatives den Mittwochspreis von 22,03 auf 8,95 Euro gedrückt.
Was heißt das jetzt für deine Planung?
Der wichtigste Punkt zuerst: Miss einen Lead nie am Preis allein. Eine billige Anfrage, die nicht abhebt oder 200 Kilometer weg wohnt, ist teurer als eine 100-Euro-Anfrage, die kauft. Qualifiziert heißt: erreichbar, aus deiner Region, mit echter Kaufabsicht. Für solche Anfragen sind im Solarbereich auch 80 bis 100 Euro noch gut investiert, solange die Abschlussquote stimmt. Billig und qualifiziert ist das Ziel, aber im Zweifel gilt: lieber etwas teurer und qualifiziert als billig und wertlos.
Was sauberes Handwerk am Preis herausholt, ohne die Qualität anzutasten, zeigen unsere Zahlen oben. Die Hebel dahinter:
- Negative Suchbegriffe pflegen, laufend, nicht einmalig. Das ist zuerst ein Qualitätshebel: Bastler und Jobsuchende fliegen raus, kaufbereite Hausbesitzer bleiben. Der Preis fällt als Folge, hier von 52 auf unter 16 Euro.
- Anzeigen austauschen, bevor sie müde werden. Bei Meta nach spätestens zwei bis drei Wochen.
- Wochentage kennen. Wenn Sonntag das Vierfache kostet, gehört das Budget auf die starken Tage.
- Schwache Kampagnen abdrehen statt hoffen. Die teuerste Zahl im Konto war eine Kampagne, die zu lange weiterlaufen durfte.
Zum Mitnehmen
Miss einen Solar-Lead nie am Preis, sondern an Erreichbarkeit, Region und Kaufabsicht. Für solche Anfragen sind auch 80 bis 100 Euro gut investiert, solange die Abschlussquote stimmt. Sauberes Handwerk drückt den Preis dann von allein: Negatives, frische Creatives, die richtigen Wochentage. Was in deiner Region realistisch drin ist, sagt dir unser Potenzial-Check in zwei Minuten.
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