Photovoltaik Leads kaufen in Österreich: Was du vorher wissen solltest
Adrian Hutterer
27. August 2026, aktualisiert am 28. September 2026 · 6 Min. Lesezeit
Du bist Solarteur, Elektriker oder führst einen PV-Betrieb, und die Anfragen kommen nicht mehr von allein. Empfehlungen reichen nicht, der Herbst wird ruhig, und irgendwer hat dir gesagt, du sollst Leads kaufen.
Kann man machen. Bevor du das erste Paket bestellst, lies die nächsten fünf Minuten. Danach weißt du, was ein Photovoltaik-Lead in Österreich kostet, woran du einen schlechten Anbieter erkennst und wie du dagegen rechnest, den Kanal selbst zu bauen.
Wir betreuen seit über zwei Jahren Solarbetriebe in Österreich mit genau dieser Frage. Was hier steht, ist aus diesen Konten.
Was ein Photovoltaik-Lead in Österreich kostet
Ein gekaufter Lead kostet je nach Anbieter 25 bis 150 Euro. Der Preis sagt allerdings fast nichts, weil drei Dinge dahinter stecken, die den Wert bestimmen:
Exklusiv oder geteilt. Viele Portale verkaufen dieselbe Anfrage an drei bis fünf Betriebe. Du rufst an, und der Hausbesitzer hat schon zwei Angebote. Ein geteilter Lead um 40 Euro ist teurer als ein exklusiver um 90.
Vorqualifiziert oder roh. Ein roher Lead ist ein ausgefülltes Formular. Vorqualifiziert heißt, jemand hat telefoniert und weiß, ob das Dach passt, ob Eigentum vorliegt und ob ein Zeitfenster da ist.
Unter deiner Marke oder anonym. Kommt die Anfrage über ein Vergleichsportal, kennt dich der Kunde nicht. Kommt sie über deine eigene Seite, hat er sich bereits für dich entschieden, bevor du anrufst.
Rechne das bis zum Auftrag durch: Wenn vier Betriebe um dieselbe Anfrage kämpfen, schließt im Schnitt einer ab. Deine echten Kosten pro Auftrag sind dann ein Vielfaches des Lead-Preises.
Beim eigenen Kanal rechnest du anders: Werbebudget plus Betreuung, geteilt durch die Anfragen, die im Monat kommen. Was dabei herauskommt, hängt von Region, Angebot, Saison und davon ab, wie sauber das Werbekonto geführt wird. Vergleiche das nicht mit dem Preis eines einzelnen Portal-Leads, sondern mit dem, was du für die gleiche Zahl an Aufträgen dort zahlen würdest. Jede Anfrage über den eigenen Kanal ist exklusiv, kommt über die Website des Betriebs und landet direkt im CRM.
Wie das in einem echten Konto aussah, mit allen Werten aus sechs Wochen und dem, was den Preis gedrückt hat, steht im Beitrag Was kostet ein Solar-Lead? Echte Zahlen aus 6 Wochen Kampagne. Ein Beispiel, kein Richtwert.
Fünf Fragen, die du jedem Lead-Anbieter stellen solltest
- 1
An wie viele Betriebe geht dieselbe Anfrage?
Wenn die Antwort nicht „an einen“ ist, rechne den Preis mal drei.
- 2
Wie wird der Lead generiert?
Google Ads, Meta, Gewinnspiel, Haustür? Gewinnspiel-Leads wollen das iPad, keine Anlage.
- 3
Gibt es eine Abnahmeverpflichtung?
Mindestmengen und Laufzeiten sind ein Zeichen, dass die Qualität den Kunden allein nicht hält.
- 4
Was passiert mit Leads, die nicht erreichbar sind?
Gutschrift, Ersatz oder Pech gehabt?
- 5
Wem gehört der Kontakt danach?
Beim Portal bleibt der Hausbesitzer im Portal. Beim eigenen Kanal bleibt er bei dir.
Leads kaufen oder eigenen Kanal bauen
| Leads kaufen | Eigener Kanal | |
|---|---|---|
| Exklusiv | selten | immer |
| Unter deiner Marke | nein | ja |
| Startzeit | sofort | 2 bis 4 Wochen |
| Abhängigkeit | vom Anbieter | von niemandem |
| Was bleibt, wenn du aufhörst | nichts | Website, Konto, Daten, Bewertungen |
| Fixkosten | keine | monatliche Betreuung |
Die ehrliche Zusammenfassung: Leads kaufen ist die richtige Wahl, wenn du diesen Monat Aufträge brauchst und nächsten Monat vielleicht nicht mehr. Der eigene Kanal ist die richtige Wahl, wenn du in einem Jahr noch Solarteur sein willst.
Was der eigene Kanal konkret ist
Kein Zauberwerk. Drei Teile, die zusammen laufen:
Eine Seite, die verkauft. Nicht deine Firmenwebsite mit „Über uns“, sondern eine Seite pro Angebot, die eine Sache will: die Anfrage.
Anzeigen, die die richtigen Leute finden. Google Ads für Leute, die gerade „Photovoltaik Anbieter Niederösterreich“ suchen. Meta für Hausbesitzer, die noch nicht suchen, aber dein Dach-Foto aus der Nachbarschaft sehen.
Ein System dahinter. Jede Anfrage landet automatisch in deinem CRM, bekommt sofort eine Antwort, und du siehst, welche Anzeige welchen Auftrag gebracht hat. Du arbeitest im Betrieb, nicht im Werbekonto.
Das bauen wir für Solarbetriebe in ganz Österreich, unter deren Marke. Die Zahlen dazu stehen hier. Wie das für Solarbetriebe im Ganzen aussieht, steht auf der Seite für Solarbetriebe.
Für wen das passt, und für wen nicht
Passt, wenn du
- mindestens fünf Anlagen im Monat installieren kannst
- innerhalb eines Werktags auf Anfragen antwortest
- bereit bist, drei Monate durchzuhalten, bevor du urteilst
- lieber weniger, dafür bessere Anfragen willst
Passt nicht, wenn du
- nur nächste Woche Aufträge brauchst, dann kauf Leads
- Anfragen erst nach drei Tagen zurückrufst
- Marketing als Kostenstelle siehst, die man abschalten kann, sobald es läuft
So läuft der Einstieg
- 1
Potenzial-Check, eine Minute.
Sechs Fragen zu deinem Betrieb, deiner Region und deinem aktuellen Anfragenstand. Kein Pitch, keine Telefonnummer nötig.
- 2
Einschätzung, innerhalb eines Werktags.
Was in deiner Region an Anfragen realistisch ist, was das kostet, und ob es sich für deine Betriebsgröße überhaupt rechnet. Wenn nicht, schreiben wir das.
- 3
Strategiegespräch, 30 Minuten, nur wenn es passt.
Wir schauen gemeinsam auf deine Website und deine Region und legen fest, womit wir starten.
Willst du wissen, was in deiner Region drin ist?
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Häufige Fragen
Was kostet ein Photovoltaik-Lead in Österreich?
Gekauft zwischen 25 und 150 Euro, je nach Exklusivität und Vorqualifizierung. Beim eigenen Kanal ergibt sich der Preis aus Werbebudget und Betreuung, geteilt durch die Anfragen im Monat. Wie viel das ist, hängt von Region, Angebot und Saison ab. Dafür ist jede Anfrage exklusiv und kommt unter der Marke des Betriebs.
Kann ich Solar Leads ohne Mindestabnahme kaufen?
Ja, einige Anbieter bieten das an. Achte trotzdem darauf, an wie viele Betriebe dieselbe Anfrage geht. Ohne Mindestabnahme, aber dreifach verkauft, ist kein gutes Geschäft.
Wie schnell kommen Anfragen über den eigenen Kanal?
Die ersten Anfragen kommen meist in Woche zwei bis drei nach dem Start. Verlässlich planbar wird es nach etwa drei Monaten, wenn die Kampagnen gelernt haben, welche Anzeigen in deiner Region ziehen.
Was kostet der eigene Kanal?
Einmaliges Setup plus monatliche Betreuung, dazu das Werbebudget, das direkt an Google oder Meta geht. Was das für deinen Betrieb kostet, steht nach dem Potenzial-Check im Angebot. Das Werbebudget legen wir gemeinsam fest, meist zwischen 900 und 2.000 Euro im Monat, je nach Region.
Funktioniert das auch außerhalb von Wien?
Ja. Wir betreuen Betriebe in ganz Österreich. In ländlichen Regionen ist der Wettbewerb um Anzeigen sogar geringer, die Klickpreise sind niedriger.
Ich habe schon eine Agentur, die hat nichts gebracht.
Das hören wir oft. Meist lag es an einem der drei Teile: Seite, Anzeigen oder System. Im Potenzial-Check siehst du, welcher bei dir fehlt.
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