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Webdesign

Was kostet eine Website für einen Handwerks- oder PV-Betrieb?

Adrian Hutterer

28. September 2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Baukasten kostet mit eigener Domain rund 7 bis 25 € im Monat, dazu kommt deine Zeit. Eine Website mit 20 Seiten kostete bei Wiener Agenturen laut Honorarstudie der Wirtschaftskammer Wien im Median 6.000 € netto, das untere Viertel lag bei 3.000 €. Über drei Jahre gerechnet ist beim Selbermachen nicht der Tarif der größte Posten, sondern deine eigene Zeit.

„Was kostet so eine Website?“ Die ehrliche Antwort ist eine Spanne, und die ist groß: von 10 € im Monat für einen Baukasten bis zu fünfstelligen Beträgen bei einer Agentur. Hier steht, woraus sich der Preis zusammensetzt, was Websites in Österreich tatsächlich kosten, und eine Rechnung über drei Jahre, in der auch deine eigene Zeit vorkommt.

Woraus sich der Preis zusammensetzt

  • Umfang: eine Seite oder eine eigene Seite je Leistung. Wer über Google gefunden werden will, braucht für jede Leistung eine eigene Seite.
  • Texte: Schreibst du sie selbst oder jemand, der das jeden Tag macht? Gute Texte sind oft der größte Einzelposten.
  • Fotos: eigene Bilder von Team, Baustelle und fertigen Projekten oder Bilder aus dem Netz, die jeder andere auch verwendet.
  • Anfrage: ein einfaches Kontaktformular oder eine Anfrage mit ein paar Fragen vorab, die direkt bei dir am Handy landet.
  • Messung: Cookie-Banner und Tracking, sobald du Anzeigen schalten willst.
  • Pflege: Wer ändert Leistungen, Referenzen und Fotos? Mit einem einfachen Redaktionssystem kannst du das selbst.

Was Websites in Österreich kosten

Neutrale Zahlen sind selten. Die beste Quelle ist die Honorarstudie, die die Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer Wien beim Institut IFES in Auftrag gegeben hat: 580 Wiener Werbe- und Webagenturen, befragt Ende 2024. Die Werte sind netto. Das untere und das obere Viertel zeigen, wie weit die Preise auseinanderliegen.

Website mit 20 Seiten, Design und Programmierung

Unteres Viertel
3.000 €
Median
6.000 €
Oberes Viertel
15.000 €

Grundkonzept für das Webdesign

Unteres Viertel
1.000 €
Median
2.000 €
Oberes Viertel
4.000 €

Redaktionssystem einbinden

Unteres Viertel
135 €
Median
1.500 €
Oberes Viertel
3.750 €

Stunde Konzeption und Beratung

Unteres Viertel
80 €
Median
110 €
Oberes Viertel
150 €

Stunde Design und Grafik

Unteres Viertel
75 €
Median
100 €
Oberes Viertel
120 €

Branchen-Honorarstudie der Fachgruppe Werbung Wien (IFES, Erhebung November und Dezember 2024), netto, ausdrücklich keine Honorarempfehlung. Für kleinere Seiten mit fünf bis zehn Seiten gibt es keine neutrale Zahl.

Freelancer liegen bei den Stundensätzen nicht weit darunter: Im Freelancer-Kompass 2026 verlangen Web-Entwickler im Schnitt 91 € pro Stunde, Designer 89 €. Befragt wurden allerdings überwiegend Freelancer in Deutschland.

Eine Förderung gibt es dafür im Moment nicht: Das Budget von KMU.DIGITAL ist ausgeschöpft, und das Programm wird ab 2027 nicht fortgeführt.

Was ein Baukasten kostet

A1

Tarif
Web Presence Business
Pro Monat bei Jahreszahlung
6,80 € netto

World4You

Tarif
Homepage-Baukasten
Pro Monat bei Jahreszahlung
10,00 € inkl. USt.

IONOS

Tarif
Starter
Pro Monat bei Jahreszahlung
12,10 € inkl. USt.

Jimdo

Tarif
Start / Grow
Pro Monat bei Jahreszahlung
12,10 € / 20,17 € inkl. USt.

Squarespace

Tarif
Basic / Core
Pro Monat bei Jahreszahlung
12 € / 18 € netto

Wix

Tarif
Light / Core
Pro Monat bei Jahreszahlung
14 € / 25 € netto

Tarife mit eigener Domain und ohne fremde Werbung, reguläre Preise ohne Aktionen, abgerufen am 28.09.2026.

Dazu kommt deine Zeit. Das Unternehmensserviceportal des Bundes schreibt, eine Baukasten-Seite sei je nach Vorbereitung und Größe in wenigen Stunden fertig. Für eine Seite, die Anfragen bringen soll, mit eigenen Texten, Fotos und Formular, setzen wir in der Rechnung unten 25 Stunden an.

Daneben gibt es Mietmodelle, bei denen ein Anbieter die Seite baut und betreut, zum Beispiel ab 77 € im Monat mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit. Frag bei solchen Modellen vorher, was nach einer Kündigung mit Seite und Domain passiert.

Was jedes Jahr dazukommt

  • .at-Domain: bei den meisten Anbietern rund 14 bis 49 € im Jahr.
  • Hosting für eine WordPress-Seite: rund 3 bis 11 € im Monat.
  • Wartung mit Updates und Sicherungen: Angebote von rund 20 bis 100 € im Monat.
  • Cookie-Banner: für kleine Seiten oft gratis, sonst rund 7 bis 15 € im Monat.
  • Änderungen: neue Referenzen, Leistungen, Fotos. Mit einem Redaktionssystem machst du das selbst, sonst zahlst du jede Änderung.

Welche Pflichten Kosten treiben, und welche nicht

Impressum und Datenschutzerklärung braucht jede Firmenwebsite. Für Cookies, die technisch nicht nötig sind, brauchst du eine Einwilligung, und Ablehnen muss laut Datenschutzbehörde genauso einfach gehen wie Zustimmen.

Beim Barrierefreiheitsgesetz, das seit Juni 2025 gilt, gibt die WKO für die meisten Betriebe Entwarnung: Reine Präsentationsseiten ohne direkte Verkaufsmöglichkeit fallen nicht darunter, und Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Umsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Schließt du online Verträge mit Privatkunden ab, lass das prüfen.

Eine Rechnung über drei Jahre

Baukasten, selbst gebaut

Rechnung
36 Monate zu 16,81 € plus 61 Stunden deiner Zeit
3 Jahre, netto
rund 4.900 €

Agentur, unteres Viertel

Rechnung
3.000 € plus 2.070 € Hosting, Domain, Wartung plus 10 Stunden deiner Zeit
3 Jahre, netto
rund 5.800 €

Agentur, Median

Rechnung
6.000 € plus 2.070 € Hosting, Domain, Wartung plus 10 Stunden deiner Zeit
3 Jahre, netto
rund 8.800 €

Annahmen: deine Stunde zum Regiestundensatz für Monteure 2026 (70,66 € netto, festgelegt vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft), beim Baukasten Jimdo Grow, 25 Stunden Aufbau und eine Stunde Pflege im Monat, bei der Agentur zehn Stunden Mitarbeit, Hosting 5 € und Wartung 50 € im Monat, Domain 30 € im Jahr, Cookie-Banner gratis. Die Agenturpreise gelten für 20 Seiten.

Der größte Posten beim Selbermachen ist nicht der Tarif, sondern deine Zeit. Kommst du mit zehn Stunden aus, landest du beim Baukasten bei rund 1.300 €. Brauchst du 60, bist du nicht mehr weit vom unteren Agenturpreis entfernt, nur ohne Texte, Fotos und Messung von jemandem, der das jeden Tag macht.

Eine Seite oder eine komplette Website

Eine Seite reicht, wenn du ein Angebot hast und die Leute über Anzeigen oder Empfehlungen kommen. Sie landen genau dort und fragen an. Hast du mehrere Leistungen und willst über Google gefunden werden, braucht jede Leistung ihre eigene Seite. Wer „Wärmepumpe Mödling“ sucht, will nicht auf einer Seite landen, auf der auch Dachreinigung und Photovoltaik stehen.

Worauf du beim Angebot achten solltest

  • Gehören Domain, Website und Zugänge dir, auch nach dem Ende der Zusammenarbeit?
  • Wer schreibt die Texte, und sind sie im Preis?
  • Sind Cookie-Banner und Tracking dabei, wenn du Anzeigen schalten willst?
  • Kannst du Texte und Bilder selbst ändern?
  • Was kostet der Betrieb im Jahr: Hosting, Wartung, Änderungen?

Agentur, Freelancer oder Baukasten: was zu dir passt →

Wie wir Websites für Betriebe bauen →

Zum Mitnehmen

Rechne nicht nur den Preis der Website, sondern drei Jahre: Tarif, laufende Kosten und deine eigene Zeit. Und frag bei jedem Angebot, was dir am Ende gehört.

Quellen

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